08.12.2015, Teil 1: Vernetzungsbedürfnisse und Vernetzungsstrategien von Familienservicestellen, Akteurinnen und Akteuren

12:00 - 13:30 Uhr

Welchen Stellenwert nimmt die Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Familienservicestellen und Akteur_innen ein? Inwiefern optimiert sie die Arbeit?

Welche Vernetzungsoptionen, durch welche Medien und Plattformen, gibt es bereits und werden diese bestmöglich genutzt (z.B. sind manche Vernetzungsplattformen nur für Hochschulen, nicht aber für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen eingerichtet)? Was kann hier noch verbessert werden?

Welche Qualitätskriterien sollten Vernetzungsmöglichkeiten und Plattformen für Akteur_innen, die mit der Implementierung familienfreundlicher Maßnahmen beschäftigt sind,  für die Zukunft erfüllen? Welche Art von Institutionalisierung und welche Art von Dialog braucht es, damit die Akteur_innen ihre Arbeit wirksam umsetzen können?

Comments

Laura Getz's picture

Herzlich Willkommen zu unserer Online Diskussion auf genderportal.eu!

Mein Name ist Laura Getz. Ich bin seit 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im CEWS bei Gesis – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften. Ich arbeite im EU-geförderten Projekt GenPORT. Wir bauen mit 5 Projektpartner_innen genderportal.eu aus, um Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft weiter voranzutreiben.

- Es wäre sehr schön, wenn Sie sich selbst kurz hier im Forum vorstellen, und dann Ihren Kommentar posten. Sie können sich selbstverständlich aufeinander beziehen und einzelne Beiträge kommentieren.-

Ziel der Diskussion heute soll es sein Ihre Bedürfnisse an genderportal.eu kennenzulernen und herauszufinden, welche Erwartungen Sie an eine virtuelle Vernetzung haben, ggf. auch welche technischen Fragen im Laufe der Diskussion aufkommen. Wir beginnen dann gleich mit der ersten Fragestellung auf unserer Agenda.

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Ihnen!

(Für eine Teilnahme an der Diskussion registrieren Sie sich bitte zunächst auf: genderportal.eu. Im nächsten Schritt können Sie dieser Online-Gruppendiskussion beitreten.)

Laura Getz's picture

Um die aktuellsten Beiträge der Diskussion sehen zu können, aktualisieren Sie diese Seite bitte regelmäßig.

Tanja UK's picture

Mein Name ist Tanja Edelhäußer. Ich bin stv. Leiterin des Referats für Gleichstellung und Familienförderung der Universität Konstanz. Daneben bin ich eine der drei Sprecherinnen des Best Practice-Clubs "Familie in der Hochschule". In diesem Netzwerk sind 69 Hochschulen aus Deutschland und Österreich vernetzt, die seit 2014 die Charta "Familie in der Hochschule" unterzeichnet haben. Wir arbeiten sehr eng zum Thema Familienförderung zusammen und nutzen eine eigene Plattform mit eigenem Forum (Moodle).

Laura Getz's picture

Guten Tag Frau Edelhäußer! Wir freuen uns über Ihren Beitrag zur Diskussion.

Laura Getz's picture

Kommen wir zur ersten Frage in unserem Themenblock „Vernetzungsbedürfnisse und Vernetzungsstrategien von Familienservicestellen und Akteur_innen“:

Welchen Stellenwert nimmt die Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Familienservicestellen und Akteur_innen ein? Inwiefern optimiert sie die Arbeit?“

Stellen Sie sich gern kurz vor und fügen dann gleich Ihren Kommentar zur Frage an.

Tanja UK's picture

Gibt es eine Übersicht, wer aktuell eingeloggt ist?

Laura Getz's picture

Leider ist dies derzeit noch nicht möglich. Sie können allerdings auf der Startseite der Gruppe rechts eine Liste aller Gruppenmitglieder sehen.

schön's picture

Mein Name ist Barbara Schön, ich bin seit 2006 Mitarbeiterin am Deutschen Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum für Diabetesforschung. Ich bin admin. Ass. und gleichzeitig Gleichstellungsbeauftragte des DDZ sowie Leitung der AG Audit berufundfamilie.

Die Vernetzung mit anderen Familienservicestellen sehe ich bei uns nicht so sehr. Die Vernetzung als WGL-Institut (bei dem Stellenwert der seitens der WGL an Gleichstellung und Familienfreundlichkeit gegeben wird) sehe ich als sehr positiv und für die Arbeit optiemierend an. Dadurch das wir gleichzeitig noch An-Institut der Heinrich-Heine-Universität sind kommt und diese Vernetzung (z.B. dual career network mit der HHU) gleichzeitig zugute.

Laura Getz's picture

Guten Tag Frau Schön. Was ist der Vorteil dieser Vernetzung der Institute untereinander im Hinblick auf Familienfreundlichkeit? Können Sie darauf noch genauer eingehen?

schön's picture

Ich muss zustimmen, dass im Bereich Familienfreundlichkeit die Vernetzung nur z.B. bei den jährlich stattfindenden Treffen der Gleichstellungsbeauftragten der WGL thematisiert werden, bei denen der Bereich Familienfreundlichkeit wg. der Vermengung der Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten immer stattfindet. Es besteht dort dann natürlich die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und bei Wunsch/Bedarf auszubauen.

Anke@GESIS's picture

Hallo, mein Name ist Anke Lipinsky und ich beschäftige mich als Wissenschaftlerin und häufig auch in beratender Funktion mit Gleichstellungspolitik in Deutschland und der EU. Ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kompetenzzentrum CEWS des Gesis – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften.
Die regionale Vernetzung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Universitäten halte ich für besonders wichtig, um die bestehenden Angebote voll zu nutzen und auch auszuweiten. Kooperieren Sie auch mit anderen regionalen Wissenschaftseinrichtungen z.B. einer FH in Düsseldorf oder in Richtung Duisburg-Essen?

Mareike Dördelmann's picture

Hallo,
mein Name ist Mareike Dördelmann und ich arbeite seit Juli 2015 den Familienservice an der Hochschule Hannover. Derzeit bin ich in einem regionalen/städtischen Netzwerk und einem bundeslandweiten Netzwerk vernetzt. Diese Netzwerke sind für mich und meine Arbeit sehr wichtig, da ich mich jederzeit mit Fragen und Anmerkungen an die Kolleginnen und Kollegen wenden kann und viele verschiedene Antworten und Ideen erhalte. Wir kommunizieren über E-Mail-Verteiler und treffen uns mehrmals im Jahr.

Laura Getz's picture

Hallo Frau Dördelmann. Wäre es für Ihre Vernetzungsaktivitäten auch wichtig, sich über andere virtuelle Plattformen (Foren, Internetseiten wie z.B. genderportal.eu) auszutauschen oder empfinden Sie die Kommunikation über E-Mails bisher als ausreichend?

Mareike Dördelmann's picture

Bislang hat die Kommunikation per E-Mail für mich persönlich ausgereicht. Dennoch wäre ich einer virtuellen Plattform gegenüber aufgeschlossen und würde dann Vor- und Nachteile abwiegen. Tatsächlich finde ich es schwierig, wenn Dateien per E-Mail umher geschickt werden, da die Größe der E-Mails dann sehr hoch wird. Hier habe ich selbst schon einmal darüber nachgedacht, ob eine virtuelle Plattform für diesen Austausch sinnvoll wäre. Dabei habe ich an die Dropbox gedacht.

Tanja UK's picture

Gerade die fehlene Vernetzung im Bereich Familienförderung wurde mit der Initiative "Familie in der Hochschule" angepackt. Im Berich Gleichstellung gibt es die BuKoF, sowie weitere bundesweite Netzwerke (Netzwerk Gender Consulting, Dual Career Netzwerk Deutschland, Netzwerk Gleichstellungscontrolling an Universitäten etc.). Die Zusammenarbeit tut gut, natürlich wegen dem praxisnahen Austausch, aber auch da man sieht dass an vielen Hochschulen auf hohem Niveau gearbeitet wird.

Anne TUBAF's picture

Guten Tag,
meine Name ist Anne Heydenreich. Ich bin seit April diesen Jahres als Wissenschaftliche Hilfskraft an der TU Bergakademie Freiberg für den Bereich der Familienfreundlichen Hochschule tätig. Ich befasse mich mit dem audit familiengerechte hochschule und versuche unsere Universität auch im Best Practice-Clubs "Familie in der Hochschule" zu vertreten, was zeitlich leider gar nicht so einfach ist.
Da ich mich in meinem Bereich mehr mit dem audit fam.gerechte hs beschäftige, möchte ich diese Online Diskussion gern als Erkenntnisgewinn nutzen.
Ich kann aber sagen, dass mir die Vernetzung durch den BPC FidH schon sehr geholfen hat und ich dafür unheimlich dankbar bin.

Tanja UK's picture

Der zentrale Vernetzungsmehrwert ist der direkte Draht: Man kennt die Personen, kennt die Stärken und Angebote der anderen Einrichtungen. Man greift viel eher zum Telefonhörer oder schreibt eine Email wenn man Feedback oder einen Tipp braucht, oder eine Referent_in für eine Veranstaltung sucht. Wichtig ist, die Personen zu kennen. Daher wäre eine Mitgliederliste mit Infos und Foto zur Person und die Arbeitsschwerpunkte für mich ein Qualitätskriterium einer Plattform.

Laura Getz's picture

Das Einrichten einer Expert_innen-Datenbank, wäre demnach eine Möglichkeit, den Austausch unter den einzelnen Akteur_innen zu verbessern und den Kontakt untereinander schneller herstellen zu können, wenn ich Sie richtig verstehe.

schön's picture

Dem würde ich mich durchaus anschließen.

Bittlinger's picture

Guten Tag,

ich bin Levke Bittlinger und arbeite seit Kurzem als Wissenschaftliche HIlfskraft für den Bereich Gleichstellung und Vereinbarkeit in einem neuen Sonderforschungsbereich ("Bildung und Religion") an der Universität Göttingen. Ich interessiere mich daher vor allem für familienfreundliche Maßnahmen (inkl. Pflege von Angehörigen) in Verbundprojekten, die zusätzlich zu bestehenden Angeboten der Universität und der beteiligten Fakultäten angeboten werden können und wie die Erfahrungen damit sind.

Tanja UK's picture

Im Best Practice-Club ist in den letzten Monaten ein neues Format gewachsen und wird sehr gut angenommen: Ein Forum auf der Kommunikationsplattform, in dem Fragen gepostet werden und deren Thread man als Mitglied automatisch erhält, außer man löscht sich dort. Die Antworten kommen auf den Punkt, Jede_r hält sich kurz, und so manche Telefonnummern von Fachverantwortlichen (z.B. QM) wurden getauscht. Das ist sehr effektiv, jedoch sehen wir, dass eigentlich nur die ohnehin aktiven Mitglieder dieses Forum nutzen. Wer niemand kennt, postet nichts und antwortet auch nicht.

Bittlinger's picture

Genau! Das ist ein generelles Problem, wenn man andere Personen nur von einer Liste her "kennt" ist es etwas ganz anderes, als wenn man sie anlassbezogen und persönlich vorher schon einmal getroffen hat und bei Anfragen darauf zurückgreifen kann.

Anne TUBAF's picture

Hier muss ich Tanja zustimmen, es ist viel einfacher, zum Telefon zu greifen und sein Anliegen direkt zu besprechen (es ist meiner Meinung nach auch weniger zeit-intensiv. Ich muss auch zugeben, dass ich mich mit Foren im Allgemeinen recht schwer tue - sich aus bestehenden Diskussionen Informationen zu beschaffen ist für mich völlig "normal", aber selber Beiträge zu schreiben, ist schon wieder eine andere Sache.

Tanja UK's picture

An Levke Bittlinger: Die Gleichstellungskoordinator_innen der Verbundforschungsprojekte sind im Netzwerk Gender Consulting zusammengeschlossen, wo auch über Vereinbarkeitsmaßnahmen gesprochen wird - vorrangig jedoch eher darüber wie die Abrechnung erfolgen kann. Für Ihre inhaltliche Frage könnten Sie z.B. entweder beim nächsten Netzwerktreffen einen TOP anmelden, oder aber gerne das Forum im Best Practice-Club nutzen - Renate Putschbach kann Ihnen da sicher weiterhelfen.

joerg's picture

Hallo,

mein Name is Jörg Müller. Ich arbeite an der Universitat Oberta de Catalunya, hier in Barcelona und koordiniere das Projekt GenPORT. Dies ist die erste online Diskussion auf GenPORT und wir sind sehr gespannt nicht nur in Bezug auf die inhaltliche Diskussion sondern auch in Bezug auf die Möglichkeiten dieser online Foren über die jeweiligen Ländergrenzen hinweg. GenPORT ist als europäisches Portal angelegt. Es besteht ein enormer Bedarf zum Austausch zwischen unterschiedlichen Akteuren und Akteurinnen in ganz Europa. Dies ist zumindest das Ergebnis verschiedener Interviews die wir zu Anfgangs des Projektes mit Gleichstellungsbeauftragen, WissenschaftlerInnen und anderen in fast allen Ländern der Europäischen Union durchgeführt haben. Mein Frage wäre, inwieweit dieser Austausch bereits über die sprachlichen Barrieren hinweg stattfindet?

Anke@GESIS's picture

Online-Vernetzungsangebote sind aus meiner Sicht immer Angebote, die einen persönlichen Kontakt und die Entwicklung von Expertise in einer Hochschule nicht ersetzen können, und das in der Regel auch nicht anstreben. Dennoch ist ein digitales Forum, in welchem internationale Praxisbeispiele hinterlegt sind und auch die Möglichkeit besteht, untereinander in Kontakt zu treten und sich auszutauschen, sehr von Vorteil. Zum Beispiel hatte das Schweizerische Chancengleichheitsprogramm in der letzten Förderperiode einen Schwerpunkt auf Familienfreundlichkeit. Die Beispiele aus der Schweiz sind sicher auch für Familienservices an deutschen Hochschulen interessant und anregend.

Bittlinger's picture

Danke schön!

Laura Getz's picture

Vielen Dank schon einmal an dieser Stelle für Ihre Beiträge! Der persönliche Austausch telefonisch oder face-to-face ist also besonders wichtig für die Vernetzung, allerdings wäre eine Datenbank einzelner Akteur_innen oder der Austausch von Dateien und Dokumenten möglicherweise eher durch eine virtuelle Plattform zu realisieren.

Ich leite nun zur nächsten Frage über, kommentieren Sie aber natürlich gerne noch einzelne Beiträge, die schon gepostet wurden.

Welche Vernetzungsoptionen, durch welche Medien und Plattformen, gibt es bereits und werden diese bestmöglich genutzt (z.B. sind manche Vernetzungsplattformen nur für Hochschulen, nicht aber für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen eingerichtet). Was kann hier noch verbessert werden?

Laura Getz's picture

Um die aktuellsten Beiträge der Diskussion sehen zu können, aktualisieren Sie diese Seite bitte regelmäßig.

Tanja UK's picture

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sind Praxisbeispiele nicht immer hilfreich. In wie vielen Instrumentenkästen und Good-Practice-Erhebungen haben wir schon teilgenommen... Gezielter funktioniert dagegen ein anlassbezogener Austausch, z.B. eine Einrichtung stößt an ein Problem (z.B. wenig Response auf Führungskräftetraining zur Vereinbarkeit; Fachbereiche sperren sich gegen Flexibilisierung bei Prüfungen für studierende Eltern...) und kann diese Frage dann in ein Forum posten.

Laura Getz's picture

Das heißt, dass ein virtuelles Forum sich ggf. in einzelene Themenabschnitte oder thematische Gruppen gliedern sollte, so dass diese gezielt bearbeitet und von anderen kommentiert werden können.

Tanja UK's picture

Noch zur Vernetzung: Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten im gleichen Umfeld für die Familienorientierung und sollten sich zusammentun. Daher schließen auch der Best Practice-Club und die Charta "Familie in der Hochschule" die Forschungseinrichtungen mit ein, auch wenn der Name "Familie in der Hochschule" (leider) historisch bedingt exklusiv wirkt.

Anke@GESIS's picture

@Tanja UK, Was wären aus Ihrer Sicht die Voraussetzungen, dass ein themenbezogenes Forum auch über sprachliche Grenzen hinweg funktioniert? Haben Sie da Erfahrungen mit Ihrem Moodle des BPC?

Tanja UK's picture

Im BPC sind nur deutschsprachige Hochschulen vertreten, daher haben wir keine Erfahrung mit Sprachübergreifenden Foren. Wir sehen aber in anderen Kooperationen (z.B. bei Gleichstellung) mit z.B. englischen Universitäten, dass es auch kulturell andere Ansätze gibt, die eine gemeinsame "Sprache" erschweren. So intensiv wie in D/A/CH über Kinderbetreuung diskutiert wird, ist das in keinem anderen Land der Fall. Auch für Gleichstellung, wo der europäische Austausch sehr viel größer ist, finde ich ein Forum schwierig. Es muss neben dem virtuellen Kooperationen immer wieder physische Treffen geben, wo man sich persönlich kennenlernt und eine "echte" Verbindung entsteht. Nur so ist die Hürde gering, eine Frage zu posten.

Laura Getz's picture

Die Vernetzung von Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Bezug auf Familienfreundlichkeit ist demnach ein wichtiger Aspekt, damit Wissen zu Familienfreundlichkeit unter einzelnen Institutionen besser ausgetauscht werden kann.

Kommen wir zu unserer letzten Frage in diesem Themenabschnitt. Einiges wurde von Ihnen schon angesprochen:

Welche Qualitätskriterien sollten Vernetzungsmöglichkeiten und Plattformen für Akteur_innen, die mit der Implementierung familienfreundlicher Maßnahmen beschäftigt sind, für die Zukunft erfüllen? Was ist besonders wichtig?

Welche Art von Institutionalisierung und welche Art von Dialog (auch zwischen den Institutionen) braucht es, damit die Akteur_innen ihre Arbeit wirksam umsetzen können?

david.brodesser@gesis.org's picture

Hallo hier sind auch Kathrin Samjeske und David Brodesser ebenfalls vom CEWS (GESIS). Wir arbeiten im Projekt Connect, das hier ja sicherlich viele kennen. Im Rahmen des Projektes haben wir das Web-Portal "Familienfreundliche Wissenschaft" ausgebaut. Sie finden hier zur Vernetzung verschiedene Möglichkeiten. Besonders am Herzen liegen uns unsere Datenbanken. Mit der Datenbank für Praxisbeispiele können Sie gezielt nach Angeboten von wissenschaftlichen Einrichtungen zum Thema Familienfreundlichkeit suchen und die verantwortlichen Personen persönlich kontaktieren. Dies ist zum Beispiel hilfreich, wenn Sie eine Maßnahme neu einrichten oder verbessern wollen. Außerdem bieten wir die Datenbank für Familienservicestellen an. Hier können Sie gezielt die verantwortlichen Personen für das Thema Familienfreundlichkeit in von Ihnen ausgewählten Einrichtungen kontaktieren. Interessant wären zum Beispiel Einrichtungen in Ihrer Nähe oder Einrichtungen mit ähnlichen Eigenschaften. Unser Projekt endet zwar bald, das Portal wird aber weiterhin gepflegt, so dass die Datenbanken immer aktuell sind und Sie immer neue Einträge oder Änderungen melden können. Haben Sie Fragen dazu?

david.brodesser@gesis.org's picture

Ich perönlich denke, dass es wichtig ist nicht zu viele parallel laufende Plattformen zu betreiben. Sinnvoll ist im besten Fall eine Plattform auf der sich möglichst AkteurInnen treffen. Qualitätskritierien finde ich nicht eifnach zu formulieren. Ein Maßnahmen-TÜV wäre zwar schön, aber viel zu aufwendig. Wichtig finde ich, dass der informelle Kontakt schnell hergestellt wird. Die Qualität der Angebote könnte abgesehen davon gut mit eigenen Erhebungen und Analysen fokussiert werden. Solche Evaluationen sollten auch transparent und öffentlich sein, wenn es geht.

@Tanja: Dass der BPC auch offen für außeruniversitäre Einrichtungen ist, wusste ich gar nicht. Ich finde das aber super! Könnte dies vielleicht stärker beworben werden?

katsam's picture

@Tanja UK: Gibt es bereits außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die Mitglied im BPC sind?

Laura Getz's picture

Kathrin Samjeske und David Brodesser haben in Bezug auf das Portal "Familienfreundliche Wissenschaft" schon einige wichtige Funktionen eines Webportals zu Familienfreundlichkeit genannt. Was wäre neben umfangreichen Datenbanken zu Maßnahmen, Personen und Einrichtungen noch für die Vernetzung der Akteur_innen wichtig?

Sollten solche Portale zeitsparend für die Nutzer_innen sein, einen einfachen technischen Zugang ermöglichen, in formalisierte Strukturen eingebettet sein? Welche Ressourcen wären für Sie noch besonders wichtig auf diesen Plattformen (z.B. Beispiele für Best Practices, weitere Datenbanken)?

Tanja UK's picture

Bisher sind wir leider noch keine Forschungseinrichtungen im BPC, aber die Charta ist so formuliert, dass auch diese angesprochen werden. Da wir selbst überrascht waren, wie viele Hochschulen innerhalb der zwei Jahre beigetreten sind, haben wir auch keine aktive Akquise betrieben.

Laura Getz's picture

Vielen Dank für Ihren Input zu diesem Themenabschnitt. Wenn Sie mögen, diskutieren Sie gerne noch in diesem Forum weiter.
Die Vernetzung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen über eine zentrale Plattform scheint, neben dem unerlässlichen persönlichen Kontakt der einzelnen Akteur_innen, besonders wichtig zu sein.

Laura Getz's picture

Um 13:30 Uhr beginnt die Diskussion zu unsem nächsten Themenabschnitt „Bedürfnisse, Anforderungen und Prioritäten von Akteur_innen an wissenschaftlichen Institutionen“. Sie können manuell oder bequem über diesen Link dorthin gelangen: http://www.genderportal.eu/group/online-diskussion-familienfreundlichkei...

Tanja UK's picture

Mein Wunsch an ein Portal wäre, dass auch die Netzwerke sichtbar werden, die es regional oder auf Landesebene gibt.

katsam's picture

Das fände ich auch sehr wichtig. Auf unserer 1. Projekttagung im September in Berlin hatten wir auch schon mal angeregt, kleinere regionale oder bundesweite Netzwerke ggf. auf dem Portal "Familienfreundliche Wissenschaft" sichtbar zumachen - hier gab es allerdings noch die Hürde, dass viele dieser Netzwerke noch sehr informell existieren, d.h. es keine Webseite oder veröffentlichbare Informationen dazu gibt. Hieran müsste man ggf. intern von Seiten der Mitwirkenden in den Netzwerken arbeiten.

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2016-Jan-20

3 years 10 months ago
Posted by: Laura Getz
Die Zusammenfassung der Online-Diskussion „Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit in der Wissenschaft – Vernetzungsstrategien, Herausforderungen und Beispiele aus der Praxis“ vom 08. und 09.12.2015 ist nun auf genderportal.eu verfügbar. Sie gelangen unter dem folgenden Link dorthin: http://www.genderportal.eu/resources/zusammenfassung-der-online-diskussion-familienfreundlichkeit-und-...
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2015-Dec-09

4 years 4 days ago
Posted by: Laura Getz
Heute von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr finden Teil 3 und Teil 4 der Online-Diskussion „Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit in der Wissenschaft – Vernetzungsstrategien, Herausforderungen und Beispiele aus der Praxis“ statt unter: http://www.genderportal.eu/group/online-diskussion-familienfreundlichkeit-und-vereinbarkeit-der-wissenschaft-0 Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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2015-Nov-16

4 years 3 weeks ago
Posted by: Laura Getz
12:00 - 13:30 UhrWelchen Stellenwert nimmt die Möglichkeit der Vernetzung mit anderen Familienservicestellen und Akteur_innen ein? Inwiefern optimiert sie die Arbeit?Welche Vernetzungsoptionen, durch welche Medien und Plattformen, gibt es bereits und werden diese bestmöglich genutzt (z.B. sind manche Vernetzungsplattformen nur für Hochschulen, nicht aber für außeruniversitäre...
Comments: 44
4 years 3 weeks ago
Posted by: Laura Getz
13:30 - 15:00 UhrIn welchen institutionellen Positionen befinden sich Akteur_innen für Familienfreundlichkeit an wissenschaftlichen Institutionen zumeist bzw. wie ist/war ihr Werdegang bis dorthin?Welche Bedürfnisse und Prioritäten haben Akteur_innen, um familienfreundliche Maßnahmen vorantreiben zu können (z.B. Wertschätzung an der Hochschule, Formalisierung des Arbeitsbereiches und der...
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4 years 3 weeks ago
Posted by: Laura Getz
Teil 3: 12:00 - 13:30 Uhr...
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